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Barrierefreie Angebote im Harz

Marc de Hond auf der Suche nach rollstuhlfreundlichen Attraktionen

  • Rollstuhlfahrer mit Handbike in der Innenstadt von Clausthal-Zellerfeld
  • Niederländischer Blogger Marc de Hond auf dem Baumwipfelpfad Bad Harzburg.
  • Rollstuhlfahrer beim Ausstieg Untertage aus der Grubenbahn über eine Rampe.
  • Rollstuhlfahrer am Torfhaus. Im Hintergrund ist der Brocken zu sehen.
  • Rollstuhlfahrer auf Harzer Bergwiese

In den Niederlanden ist Marc de Hond als TV-Moderator, Unternehmer, Schriftsteller und ehemaliger Spieler des niederländischen Rollstuhl-Basketball-Teams einem breiten Publikum bekannt. 2002, im Alter von 25 Jahren, wurde bei ihm ein Tumor im Rückenmark festgestellt und operativ entfernt. In den Tagen nach der OP wurden Blutungen in das Rückenmark vom medizinischen Personal übersehen und führten zur teilweisen Lähmung de Honds. Seitdem ist er im täglichen Leben auf den Rollstuhl angewiesen - ein Schicksal, das ihn nicht daran hindert, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen. Nach einem langwierigen Rehabilitationsprozess schreibt er ein Buch, wird 2007 Spieler im niederländischen Rollstuhl-Basketballteam für BV Lely (jetzt Apollo Amsterdam) und gehört von 2010 bis Ende 2012 sogar der niederländischen Nationalmannschaft an. Zuletzt tourte er erfolgreich mit Solo-Theater-Programmen durch die Niederlande.

Im Sommer 2016 bereiste der Niederländer Marc de Hond im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus drei Tage lang den Harz. Auf Grund der großzügigen Bauweise und dem Angebot barrierefreier Zimmer war das relexa Hotel Harz-Wald in Braunlage idealer Ausgangspunkt für seine Ausflüge in den Harz. Als erstes stand ein Besuch des UNESCO-Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg auf dem Programm. Auf das Gelände gelangte Marc über den separaten Besuchereingang mit Gegensprechanlage am Tor der Werkstraße des Bergwerks. Hier traf er Martin Wetzel, der für die nächsten zwei Stunden sein Guide war. Die Museumsräume und Anlagen des Besucherbergwerks sind zu etwa 70 % barrierefrei. Mit dem Rollstuhl erlebbar sind die Führungsangebote „Perspektivwechsel: Fahrt mit dem Schrägaufzug“ und „Mit der Grubenbahn vor Ort: Bergbau im 20. Jahrhundert“. Marc entschied sich für das letztere und fuhr mit der Grubenbahn ein. Ein umgebauter Grubenwagen – liebevoll „Rolli-Mobil“ genannt – macht das möglich, der bis zu zwei Besucher mit eingeschränkter Mobilität bzw. Rollstühlen pro Führung transportieren kann. Unter Tage angekommen, berichtete Martin von der jüngsten Geschichte des Bergwerks, aber auch von den Aufnahmen zu George Clooneys „Monuments Men“, die hier im Stollen gedreht wurden.

An den nächsten Tagen zog die Harzer Naturlandschaft Marc in ihren Bann. Bei schönstem Wetter ging es zunächst zum Handbiken nach Clausthal-Zellerfeld. Hier tourte Marc durch die traditionsreiche Bergstadt und Teile der Oberharzer Wasserwirtschaft. Anschließend besuchte er das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das mit seiner barrierefreien Ausstellung im Innern zu den Themen Nationalpark, Wildnis, Moore und Grünes Band sowie im Außenbereich mit einem grandiosen Brockenblick an dem Tag nicht hinter den Erwartungen zurückblieb. Besonderes Highlight war Marcs Besuch in Bad Harzburg. Auf dem im Mai 2015 eröffneten ersten Baumwipfelpfades des Harzes erlebte er die Natur aus einer ganz neuen Perspektive – nämlich aus bis zu 22 m Höhe. In Begleitung von Leiterin Eva-Christin Ronkainen-Kolb machte er sich selbst ein Bild von der barrierefreien Bauweise und den zahlreichen Erlebnisstationen entlang des 1 km langen Pfades. Noch höher hinaus ging es mit der Burgberg-Seilbahn auf den gleichnamigen Berg nahe des Baumwipfelpfades. Die Nutzung der Gondeln ist mit einem Handrollstuhl kein Problem. Auf dem Burgberg angekommen bietet sich nahe der Canossa-Säule ein weiter Blick in das Harzer Vorland und die umliegenden Berge.

Begeistert von den Möglichkeiten im Harz mit dem Rollstuhl Urlaub zu machen, berichtete Marc de Hond nach seiner Rückkehr in drei Videobeiträgen auf seinem Blog und seinen Social-Media-Kanälen umfangreich von seinen Erlebnissen.

pÜber die Organisation der Reise


"Als Verantwortliche für PR & Kommunikation beim Harzer Tourismusverband unterstützte ich die DZT bei der Organisation der Reise und stand mit Marc de Hond im engen Austausch. Seine Lebenseinstellung ist einfach inspirierend - das bestätigten mir auch die Partner vor Ort, die eine Menge Spaß mit ihm hatten. Umso erfreulicher, dass Marc eine tolle Zeit im Harz hatte und dass das auch in seinen Videos rüberkommt!" - Christin Faust

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