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Unterwegs im Harz

Barrierearme Freizeitmöglichkeiten im Nationalpark Harz

  • Wandern mit Rollstuhl auf dem Pfad Steile Wand in Altenau

In Naturlandschaften gibt es für Menschen mit Behinderungen viele natürliche Grenzen, die kaum überwindbar sind. Die Wege in die Natur sind teilweise sehr lang, oft muss man kraxeln, um auf manchen Felsen zu gelangen – es wäre einfach nicht machbar, alle diese Orte für behinderte Menschen zu öffnen. Dennoch gibt es auch im Nationalpark Harz bereits einige interessante Angebote für Menschen mit Behinderungen.  

Mit dem umweltfreundlichen Bus in den Nationalpark

Ein Niederflurbus mit zusätzlicher Klapprampe, der sog. „Ilsetaler“ der Harzer Verkehrsbetriebe (www.wvb-gmbh.de), verkehrt auf der Linie 288 von Mai - Oktober dienstags, donnerstags und samstags von Wernigerode über Ilsenburg durch das Nationalparkgebiet 2 x täglich bis Drei Annen-Hohne. Auf dem Weg dorthin hält er an der Waldgaststätte Plessenburg (www.plessenburg.de), dem Hotel Steinerne Renne (www.steinerne-renne-hotel.de) und dem neuen Naturerlebniszentrum HohneHof. In Niedersachsen fährt ein ähnlicher Bus über Molkenhaus und Rabenklippe durch den Park. Die Busse sind absenkbar und bieten auf diese Weise auch Rollstuhlfahrern einen einfachen Einstieg (Begleitperson zur Einstiegshilfe erforderlich). Der Fahrplan steht unter www.kvg-braunschweig.de. Von der Rabenklippe aus hat man bei gutem Wetter eine sehr schöne Aussicht auf den Brocken.

Barrierearme Nationalpark-Einrichtungen

Das Brockenhaus wurde rollstuhlgerecht mit Fahrstuhl eingerichtet. Behinderte Menschen zahlen nur einen ermäßigten Eintritt. Zwischen dem Brockenbahnhof und dem Brockenhaus ist allerdings eine kleine Steigung zu überwinden. Der benachbarte Brockengarten ist ebenfalls teilweise mit dem Rollstuhl erlebbar.

Auch das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist barrierearm und hat einen Fahrstuhl für Rollstuhlfahrer. Das neue, erst 2011 eröffnete Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist ebenfalls barrierearm gebaut. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg (www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de) und das Haus der Natur sind bedingt barrierearm eingerichtet, aber haben behindertengerechte Toiletten. Alle genannten Einrichtungen haben Bushaltestellen vor der Tür.

Diese Einrichtungen bieten interessante Ausstellungen, in denen die Besucher entdecken und mit allen Sinnen erleben können, was die Natur im Harz so einzigartig macht und warum Nationalparke in Deutschland und weltweit so wichtig sind. In den Verkaufsbereichen besteht die Möglichkeit, Bücher, Wanderkarten, Postkarten, Stofftiere und andere kleine Mitbringsel sowie umweltfreundliche und fair gehandelte Produkte zu erstehen. Darüber hinaus können Besuchergruppen in den Nationalparkhäusern spannende Natur-Erlebnis-Veranstaltungen buchen.

Die Nationalpark-Waldgaststätte Rehberger Grabenhaus, zwischen Sankt Andreasberg und Sonnenberg gelegen, ist über einen rollstuhlgerechten Weg mit nur einer kurzen Steigung erreichbar, der einen Einblick in den Nationalpark Harz und das Weltkulturerbe des historischen Rehberger Grabens ermöglicht. Nahe dem Rehberger Grabenhaus besteht eine herrliche Aussicht über das Odertal. In den Wintermonaten finden direkt an der Gaststätte Wildtierfütterungen statt.

Mit der Schmalspurbahn auf den Brocken

Für Rollstuhlfahrer besteht in der Zeit von Mai bis Oktober die Möglichkeit, von Wernigerode und Drei Annen-Hohne aus mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken zu fahren. Der Weg der Bahn führt vorbei am Goethemoor und durch den Brockenurwald und bietet so herrliche Einblicke in den Nationalpark. Eine Anmeldung bei der Harzer Schmalspurbahn (Tel. 03943/5580) ist aus technischen Gründen drei Tage vorher erforderlich. Weitere Informationen bekommen Sie unter obiger Telefonnummer oder beim Nationalpark unter Tel. 03943/5502-29.

Einen Einblick in die barrierefreie Fahrt auf den Brocken bekommen Sie hier: www.nationalpark-harz.de/de/naturerleben/barrierefrei_erleben/index_video.php

Barrierearme Wege und Ausblick

Derzeit gibt es im Nationalpark Harz nur einen speziell für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ausgebauten, ca. 350 m langen Weg am Hedwigsblick/Clausthaler Flutgraben. Am Eingang des Weges an der Steile Wand-Straße westlich von Torfhaus  wurden Parkmöglichkeiten für Behinderte angelegt; vom Endpunkt des Weges hat man einen schönen Ausblick auf den Brocken.

Doch auch zahlreiche andere Wege im Nationalpark Harz sind heute schon für Menschen mit Behinderungen nutzbar. So ist es, um nur ein Beispiel zu nennen, für Nutzer von Elektrorollstühlen durchaus möglich, von Ilsenburg aus – dort befindet sich das zumindest für für Rollstuhlnutzer weitgehend barrierefreie Waldhotel "Am Ilsestein" – den Scharfenstein oder das Kruzifix zu erreichen. Die Möglichkeiten zur barrierearmen bzw. barrierefreien Gestaltung der  Einrichtungen und Angebote des Nationalparks Harz sind bei weitem nicht ausgeschöpft – es ist noch viel zu tun.

Nationalpark Harz
Lindenallee 35
38855 Wernigerode
Tel. 03943 5502-0
infonoSpam@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de

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