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Novemberblues mit gutem Ausgang

3 Schulze & 1 Dziekan

Nicht nur, das der Harz geographisch eines der vielfältigsten Mittelgebirge Deutschlands ist, wettertechnisch – das aus eigenem Erleben abgeleitet – bestimmt auch. Bei schönstem Sonnenschein in Wernigerode beschließen wir, uns rund um das Nationalparkhaus in St. Andreasberg (www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de) umzuschauen. 35 km weiter und eine Stunde später: Nieselregen, Temperatursturz, Novemberblues...

  • Wanderung in St. Andreasberg (1)
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Besuch im Nationalparkhaus St. Andreasberg
Ersten Trost finden wir in unserem gewünschten Startpunkt Nationalparkhaus. Die sehr anschauliche Ausstellung zur Flora und Fauna des Harzes mit spielerischen Elementen nimmt unsere Kinder gefangen. Beim Kleinen haben wir ein bißchen zu tun, dass er den Shop nicht ausräumt. Gemeinsam schmunzeln wir über ein Video im Erlebniskino in der nachgebauten Steigerbucht, dass einerseits die Natur des Harzes eindrücklich näher bringt, andererseits mit etwas aus der Zeit gekommenen Spezialeffekten arbeitet. Im kleinen Café finden wir alle etwas zum Aufwärmen. Wir beschließen, da ein kleiner Mittagshunger naht, zum „Rinderstall“ zu wandern, einer Ausflugsgaststätte mitten im Nationalpark. Theoretisch könnte man dies direkt vom Nationalparkhaus aus tun, praktisch ist es mit kleinen Kindern und Chariot etwas schwieriger. Auf der Website der Gaststätte gibt es eine prima Übersicht, wie man den „Rinderstall“ zu Fuß, per Fahrrad oder Ski aus unterschiedlichsten Richtungen erreichen kann, auch mit einer Hinterlegung durch GPS-Dateien (http://www.gaststaette-rinderstall.de/).

Wanderung im Odertal und Wildtierbeobachtungsstation
Wir starten deshalb unsere kleine Wanderung ab Oderhaus, Sitz einer Außenstelle der Nationalparkverwaltung und auch mit dem Bus erreichbar. Die Strecke ist 2,5 km lang, mit geringer Steigung, durchgehend befestigt und sehr gut mit Kinderwagen aller Art befahrbar. Jetzt passt das Wetter richtig! Wir tauchen in das wildromantische Odertal ein, der wabernde, lichte Nebel macht es noch mysthischer. Eigentlich hätte es perfekt sein können, wenn es seitens der Kinder nicht einen Protest gegeben hätte, das Nationalparkhaus zu verlassen (Wir kommen bestimmt wieder!), sich ein bißchen Mittagsschlafmangel einstellt und zu allem Unglück auch noch auf halber Strecke das Laufrad im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aushaucht. Aus diesem Grund müssen wir die Wildtierbeobachtungsstation hier rechts liegen lassen, die mit geduldigen Kindern aber bestimmt eine interessante Ergänzung zum Ausflug darstellt. Das Tal präsentiert sich uns, zumindest bei dem Wetter und als Laie gesehen, als ein Lehrbuch für Moos- und Flechtenbewuchs. Irgendwie sieht es lustig aus, wenn ein mächtiger Baum in bemoosten Unterhosen dasteht.

Der „Rinderstall“ - Ein Herz für Kinder, Hunde, Fahrradfahrer, Wanderer...
Wir kommen nach einer dreiviertel Stunde beim „Rinderstall“ an. Die Vorgänger des heutigen Gebäudes dienten seit 1870 als Stall für die auf der Sommerweide stehenden Tiere der Andreasberger Herde des Harzer Roten Höhenviehs. Wanderer waren wohl schon recht früh willkommen.
Das heutige Gasthaus hat eine gepflegte Außenanlage, auf der sich Kinder in den Sommermonaten gut austoben können. Hunde übrigens auch, diese werden hier gern gesehen, es gibt für die Vierbeiner sogar eine eigene Speisekarte...! Im Haus finden Familien mit Kleinkindern Wickeltisch und Gläschenaufwärmer vor. Von den sehr freundlichen Wirtsleuten bekommen wir für unsere Kinder ein hübsches Motiv (mit Rinderstall) zum Ausmalen und eine Speisekarte, die Wildgerichte und anderes Schmackhaftes anbietet.
Ein Glück für uns: Der „Rinderstall“ hat neben einer E-Bike-Aufladestation auch einen Erste-Hilfe-Kasten für Fahrradfahrer, so können wir das Laufrad wieder zum Rollen bringen. Damit kann unsere Große tatsächlich den Rückweg von 2,5 km mit leichtem Gefälle fast durchgängig zurückrollern – jetzt sind wir fast ein bißchen neidisch.

Dauer: Nationalparkhaus + reine Gehzeit mit Kindern 1,5 h + Wildtierbeobachtungsstation + Aufenthalt am Rinderstall
Strecke:
ca. 5 km

pÜber den Autor
3 Schulze & 1 Dziekan

3 Schulze & 1 Dziekan

Familie Schulze/Dziekan ist in Wernigerode zu Hause, „dort wo andere Urlaub machen“. In ihrer Freizeit nutzen sie die vielfältigen Erlebnismöglichkeiten des Harzgebirges und entdecken neben den großen Attraktionen gerne auch die etwas versteckteren Ausflugsziele. Beliebter Dreiklang ihrer Touren in unterschiedlicher Reihenfolge: Sehenswürdigkeit – Aktivität – kulinarische Einkehr.

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