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Glasmanufaktur Harzkristall & Quedlinburg

Auf Stempeljagd im Harz (Teil 7)

von Daniela Spiehs
  • In Quedlinburg (Foto: Daniela Spiehs)
  • Käsekuchen auf dem Quedlinburger Schlossberg (Foto: Daniela Spiehs)


Samstag, den 12. August 2017

Da auch für heute wieder Regen angesagt war, fuhren wir zunächst nach Derenburg in die Glasmanufaktur Harzkristall. Im Angebot der HarzCard war ebenfalls eine Führung durch die Glashütte enthalten und die ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir erfuhren allerhand zur Entstehung und Verarbeitung des Elements Glas, hatten als Zuschauer aber auch die Möglichkeit selbst mitzumachen. So eine Glaskugel zu blasen sieht einfacher aus, als es ist. Da kommt das ganze Lungenvolumen zum Einsatz. Direkt am Schmelzofen ist es auch unglaublich heiß - kein Wunder bei Temperaturen von über 1000°C. Besonders beeindruckend ist der ganzjährige Weihnachtsmarkt. Hier funkelt's und glitzert's nur so. Neben wunderschönem Christbaumschmuck gibt es auch eine große Vielfalt an handgefertigen Glaswaren für den Alltag.

Nach über zwei Stunden Aufenthalt ging die Reise weiter nach Quedlinburg. Mit der ''Bimmelbahn'' fuhren wir durch die wirklich wunderschöne Stadt. Was allerdings über sie erzählt wurde, konnten wir leider nicht verstehen. Vor uns saß eine Gruppe Frauen, die sich prächtig unterhielten. Hinter uns eine Familie, die ihre gelangweilten Kinder bei Laune halten mussten. Im Nachhinein erkundeten wir dann zu Fuß das Städtchen. Ziellos ließen wir uns durch die Straßen treiben und genossen den schönen Anblick der bunten Fachwerkhäuser, mit den liebevoll gestalteten Blumenkästen und -töpfen davor. Schließlich landeten wir auf dem Quedlinburger Schlossberg im ''Käsekuchenhaus''. Pistazie/Brombeere, Mango/Ingwer, Joghurt/Heidelbeere und Nackedei wählten wir unter den unzähligen Sorten aus. So konnte jeder einmal bei jedem probieren. Und was soll ich sagen - sie waren alle einfach himmlisch!

Zurück in Ilsenburg hatten wir fast ein schlechtes Gewissen. Nicht einen Stempel hatten wir an diesem Tag geholt. Das konnten wir nicht hinnehmen. Unsere mitgebrachten Räder wurden die Tage noch nicht einmal bewegt. Das sollte sich heute Abend ändern. Das Wetter war angenehm, es hatte den ganzen Tag nicht geregnet und so fuhren wir nach dem Abendessen los. So trainiert wie mein Mann bin ich nicht, aber auch nicht untrainiert. Es fiel mir allerdings schwer bei stetigem Anstieg zu fahren und so schob ich teilweise mein Rad. Erschreckend zu sehen war, was der Borkenkäfer in großen Teilen anrichtete. Das war in einem kurzen, aber gruseligen Abschnitt des Waldes zu sehen, durch den wir fuhren. Nachdem wir den zweiten Stempel in unsere Wanderpässe setzten, stellten wir uns die Frage „Na, schaffen wir noch einen Dritten?“ Lust war da, aber die Frage wurde schnell beantwortet, denn es fing an zu nieseln. Runter fuhren wir annähernd gleich schnell wie hoch. Nun hatte ich nämlich Schiss vor der Geschwindigkeit. Nach links und rechts flogen die kleinen Schottersteine und ich hatte Angst zu stürzen. Mein Mann konnte sich darüber nur amüsieren. Trotzdem war es eine schöne Tour von immerhin 16,4 Kilometern.

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pÜber den Autor
Daniela Spiehs

Daniela Spiehs

Daniela Spiehs lebt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Bis vor Kurzem kannten sie den Harz nur im Winter. 2017 sollte sich das ändern. Im Sommer ging die Familie auf Stempeljagd im Harz. Ziel: die Harzer Wandernadel in Gold.

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