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title: "Initiative \"Der Wald ruft\" - Harzer Tourismusverband e.V."
url: "https://www.harzinfo.de/naturlandschaft-harz/initiative-der-wald-ruft"
description: "Die Initiative \"Der Wald ruft\" informiert über die aktuelle Waldsituation im Harz als auch über Wegesperrungen oder Spendenmöglichkeiten."
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Initiative "Der Wald ruft"
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**Der Wald ruft - Hör nicht weg!**
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In den letzten Jahren haben Trockenheit, Stürme und andere Witterungsextreme große Teile der Fichtenbestände im Harz zerstört. Der Borkenkäfer konnte sich dadurch stark ausbreiten. Auf den entstandenen Freiflächen wächst nun ein neuer Wald heran – doch seine künftige Gestalt bleibt offen.

Die Initiative „Der Wald ruft“ möchte Gäste, Einheimische und Interessierte über diese Entwicklungen informieren und sie in die sichtbaren Veränderungen einbeziehen. Ziel ist es, den Blick für die natürlichen Prozesse im Wald zu schärfen. Dazu gehört auch die Vermittlung der unterschiedlichen Strategien im Wirtschaftswald und im Nationalpark Harz, die jeweils eigene Prioritäten setzen.

**Im Überblick:**

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### Gut informiert!

 

Ob Tourist oder Einheimischer, hier findest Du aktuelle Informationen zur Waldsituation, Hintergründe und Angebote rund um den Wandel des Waldes. Schau vor Deinem Besuch auf die Hinweise zu , um Deine Tour gut planen zu können.

 

### Die meistgestellten Fragen

 

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- Warum sind besonders die Wälder vom Klimawandel betroffen?Unsere Wälder müssen sich den akuten und schnellen Klimaveränderungen gegenüber anpassen. Für eine solche Anpassung benötigen komplexe Ökosysteme wie der Wald allerdings viele Wald-Generationen, die 100 bis 200 Jahre oder länger dauern können. Mit ihren langen Generationswechseln stehen Waldökosysteme somit ganz besonders unter Druck.
- Warum ist gerade die Fichte besonders vom Klimawandel &amp; vom Borkenkäfer betroffen?Fichten sind Flachwurzler und somit sturmgefährdet. Zudem benötigen Fichten viel Wasser zum Wachsen. Gleichzeitig wird das Wasser auch für die Harzproduktion benötigt, um beispielsweise den Borkenkäfer abzuwehren. Nach dem Orkan Frederike und den trockenen Sommern von 2018 bis 2020 wurden die geschwächten Fichten somit anfälliger für einen Borkenkäferbefall. Problematisch sind hier insbesondere die Niederschlagsdefizite in der Vegetationszeit. Zudem wachsen heute noch viele Fichtenwälder außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes. Die zu warmen Lagen oder schlecht durchwurzelten Böden begünstigen die Anfälligkeit dieser Fichtenwälder.
- Warum gibt es im Harz so viele Fichtenwälder?Viele der reinen Fichtenwälder wurden direkt nach dem zweiten Weltkrieg gepflanzt. Sie waren damals die einzigen schnell wachsenden Baumarten, die als Saatgut in großen Mengen zur Verfügung standen und aus denen Pflanzen für die Wiederaufforstung gezogen werden konnten. Auch war der Anbau anspruchsvollerer Baumarten auf den großen Freiflächen mit ihren extremen klimatischen Bedingungen nicht möglich. Das Holz der Fichten wurde dringend gebraucht für den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung.
- Wieso hat man nicht schon eher etwas gegen das Baumsterben unternommen?Die Förster „bauen“ die reinen Nadelwälder bereits seit einigen Jahrzehnten um. Sie setzen dabei auf standortangepasste und vielfältige Laub- und Nadelbaumarten, die sich besser an die klimatischen Veränderungen anpassen können. Der Waldumbau und das Baumwachstum benötigen jedoch Zeit, sodass Entwicklungen erst nach einer gewissen Zeit zu sehen sind.
- Warum wird das tote Holz nicht aus dem Wald geholt?Nationalparke schützen natürliche Prozesse. Sie schaffen gerade durch das Zulassen von Zerfalls- und Zusammenbruchsphasen wertvolle Lebensräume, die sonst selten geworden sind. Deshalb bleibt das Holz im Bereich des  weitgehend im Wald. Sobald die Rinde abgefallen ist, befinden sich im Totholz keine Borkenkäfer mehr. Die Jungkäfer sind längst ausgeflogen und haben sich andere Wirtsbäume gesucht. Das Totholz stellt einen wichtigen Lebensraum für Pilze, Insekten, Vögel oder Fledermäuse dar.
    
    Auch im Wirtschaftswald wird Totholz aus ökologischen Gründen belassen. Stehendes Totholz kann aber bei der Aufforstung und späteren Waldpflege Menschen gefährden. Aus Arbeitsschutzgründen muss es daher auf vielen Flächen geräumt werden.
- Wann hört der Waldwandel auf?Da die zukünftigen Entwicklungen unklar sind, gibt es zu dieser Frage keine pauschale Antwort.
- Wie sieht der Wald in Zukunft aus?Im  wird nur in wenigen Bereichen in die Naturgeschehnisse eingegriffen. So wandelt sich der Wald hier wieder zu einem wilden Naturwald.
    
    In den Wirtschaftswäldern wird der Wald aktiv durch den sogenannten Waldumbau verändert. Hierbei werden reine Nadelwälder in stabilere Mischwälder mit unterschiedlich alten Bäumen überführt. Dies geschieht durch Pflanzungen und natürliche Verjüngung wie Samenfall und Saat. Durch die Baumvielfalt im Wald soll die Anpassungsfähigkeit an das künftig herrschende Klima gefördert werden.
    
    In den Hochlagen des Harzes ist die Fichte von Natur aus heimisch und wird deshalb auch in Zukunft die Hauptbaumart neben Ebereschen sein. In tieferen Lagen werden vor allem Laubbäume wie Buche, Bergahorn, Eberesche, Weide, Esche und Eiche wieder vermehrt wachsen.
- Der Wald – Klimaopfer oder Klimaretter?Einerseits sind die Wälder durch den Klimawandel bedroht, andererseits senken Sie jedoch auch den CO2- Gehalt der Luft. Wälder können während ihres Wachstums CO2 in Holz und Boden binden; Umfang und Dauer der Speicherung hängen unter anderem von Standort, Baumart, Alter und Bewirtschaftung ab.
- Kann man noch gefahrlos wandern?Sowohl der Nationalpark Harz als auch die Landesforstbetriebe und private Waldbesitzer nehmen die Verkehrssicherungspflichten sehr ernst und arbeiten an der Pflege der Waldwegenetze, an den Belangen der Waldpflege, der Holzernte und den Bedürfnissen der Waldbesucher.
    
    Trotzdem bitten wir Dich zu Deiner eigenen Sicherheit, die Verhaltensregeln des  vor und während des Waldbesuchs zu berücksichtigen sowie sich an mögliche  zu halten.
- Woher kommen bzw. kamen plötzlich so viele Borkenkäfer? Borkenkäfer sind ein natürlicher Teil des Ökosystems Wald und schon immer im Wald vorhanden. Sie besiedeln kränkelnde, absterbende oder umgebrochene Bäume und senden dann einen Duftstoff aus, der andere Borkenkäfer anlockt. Trockene Jahre begünstigen die Vermehrung, sodass sich die Borkenkäfer überdurchschnittlich stark in den geschwächten Fichten ausbreiten konnten.
- Woran erkennt man einen Borkenkäferbefall?Man erkennt den Borkenkäferbefall am Baum durch Bohrmehl, an abgeworfenen grünen Nadeln, verfärbten Baumkronen, abfallender Rinde oder Spuren von Spechten, die nach den Larven unter der Rinde suchen.
- Wie verbreitet sich der Borkenkäfer und wann fliegen sie?Ein Borkenkäferweibchen kann mit ihren Kindern und Enkeln in nur einem Jahr hunderttausende Nachkommen hervorbringen. Innerhalb eines trockenen und warmen Jahres können bis zu drei Generationen an Borkenkäfern heranwachsen. Jedoch kommt die Abwehr eines Baumes bereits ab einem Befall von ca. 200 Käfern zum Erliegen. Nach der Überwinterung fliegen die Käfer im Frühjahr ab 16 Grad Lufttemperaturen aus.
- Wieso nennt man die Käfer auch Buchdrucker oder Kupferstecher?Das Brutbild des großen Achtzähnigen Fichtenborkenkäfers ähnelt einem aufgeschlagenen Buch – der Käfer wird daher auch Buchdrucker genannt. Das Brutbild des kleineren Kupferstechers ist dagegen sternförmig und erinnert namensgebend an Kupferstiche.
- Kann man auch anderweitig gegen den Borkenfäfer vorgehen?Ab dem Frühjahr können mit Fallen und chemischen Lockstoffen die Käfer im Wirtschaftswald gefangen werden, um die Population von Beginn an einzudämmen. Bei einem massiven Befall helfen solche Maßnahmen jedoch nur bedingt.

 

### Der Waldknigge

 

#### Wie verhält man sich richtig im Wald?

Der Wald ist ein sich ständig verändernder Naturraum. Er reagiert auf Klima- und Witterungseinflüsse und entwickelt sich fortlaufend weiter. Du darfst ihn zur Erholung betreten, solltest dabei aber einige Punkte beachten.

Achte auf mögliche Gefahren, die im Wald typisch sind, und halte dich an die geltenden Verhaltensregeln. Trage festes Schuhwerk und passende Kleidung für das Wetter. Denke daran, dass Du den Wald immer auf eigene Verantwortung betrittst.

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Unwetter

Beim Wandern im Wald ist Umsicht wichtig. Äste können jederzeit aus den Baumkronen brechen, und auf den Wegen liegen oft Steine oder freiliegende Wurzeln. Vermeide Waldbesuche bei Sturm oder Unwetter. Bei Gewitter halte Abstand zu hohen Einzelbäumen, da dort ein erhöhtes Risiko für Blitzeinschläge besteht. Auch nach einem Unwetter besteht weiterhin Gefahr durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume.

Wegegebot

Bleib bei Deinem Besuch im Wald auf den ausgeschilderten Wanderwegen. So schützt Du Dich selbst und trägst dazu bei, die Natur zu schonen. Beachte, dass es neben den üblichen Gefahren im Wald auch zeitweise Beeinträchtigungen durch Forstarbeiten oder Jagdbetrieb geben kann.

\#NimmsWiederMit

Bitte lass Deinen Müll nicht im Wald zurück, sondern nimm ihn wieder mit oder entsorge die Abfälle in die dafür vorgesehenen Müll- und Recyclingbehälter.

Feuer

Offenes Feuer ist im Wald aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr strengstens untersagt. Nutze nur die extra angelegten Feuerstellen. Beim Verlassen der Feuerstelle ist unbedingt darauf zu achten, dass das Feuer vollständig gelöscht ist.

Rauchverbot

Bitte halte Dich an das Rauchverbot im Wald.

Das Wegwerfen von brennenden oder glimmenden Gegenständen ist strengstens untersagt.

Lautstärke

Bitte verhalte Dich ruhig im Wald und nimm Rücksicht auf die Tiere und andere Besucher.

Pflanzenschutz

Gehe sorgsam mit der Pflanzenwelt um. Wenn du dir nicht sicher bist, ob Pflanzen, Pilze oder Beeren unbedenklich sind, dann lass diese bitte im Wald stehen.

Leinengebot

Hunde sind an der Leine zu führen.

Rücksichtnahme

Bitte nutze die zum Fahrradfahren vorgesehenen Wege und nimm dabei auch Rücksicht auf Wanderer.

Parken

Bitte benutze ausschließlich die ausgeschilderten Parkplätze.

Das Parken an Waldeinfahrten oder auf Waldwegen kann die Zufahrt von Rettungsfahrzeugen oder der Holzabfuhr behindern. Zudem ist das Befahren von Waldwegen lediglich den Forstfahrzeugen und Waldbesitzern vorbehalten.

Sperrungen &amp; Umleitungen

Bitte halte Dich unbedingt an ausgeschilderte Umleitungen und betrete keine gesperrten Wege oder Gebiete! Insbesondere zählen dazu das Betreten von abgesperrten Gebieten während Fällarbeiten, Forst- &amp; Jagdbetrieb, von jagdlichen Einrichtungen wie Hochsitzen sowie das Besteigen von Holzpoltern (Holzlagerplätze).

Waldgesetze

Bitte beachte zudem die jeweiligen Waldgesetzte der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die spezifischen Verhaltensregeln in Naturschutzgebieten und im Gebiet des Nationalparks Harz.

Notfälle

Bitte gebe bei einem Notfall möglichst den nächsten ausgewiesenen Rettungspunkt an.

Merke bzw. notiere Dir ggf. die jeweilige Buchstaben-Zahlen Kombination, die an den Rettungspunkten ausgewiesen ist.

 

### Spendenmöglichkeiten

 

 

> Ein Baum der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst.

Sprichwort aus Tibet

 

 

### Partner der Initiative

 

 

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