© Städtisches Museum Halberstadt

Wie das Schachspiel nach Ströbeck kam

Auf einen Blick

oder: Spielend in die Freiheit

In Ströbeck darf man ruhig die Welt schwarz/weiß sehen. Alles hat sich in dem Schachdorf dem edlen Brettspiel gewidmet: Es gibt einen Schachturm, der Dorfplatz ist ein großes Schachfeld.

Von Bischof Arnulf bekamen die Ströbecker im Jahr 1011 einen adligen Wenden, den Grafen Guncellin, zur Bewachung in ihren Turm überstellt. Dieser war ein Kriegsgefangener Heinrich II. und sollte solange unerkannt verwahrt werden, bis neue Befehle eingingen. Die Bauern behandelten ihren Gefangenen freundlich. Weil alle Langeweile hatten – die Wachen als auch ihr unfreiwilliger Gast – schnitzte Guncellin Schachfiguren, fertigte ein Spielbrett an und lehrte den Bauern das Schachspiel. Diese lernten mit Vergnügen das neue Spiel. Als der Wendengraf die Freiheit wieder erhielt, schenkte er den Ströbeckern das Spiel, dass bis heute in Ströbeck ausgeübt wird.

Im Jahr 2016 wurde die Schachtradition im Schachdorf Ströbeck in das bundesweite Verzeichnis  UNESCO Immaterielles Kulturerbe in Deutschland aufgenommen.

Auf der Karte

38822 Halberstadt OT Schachdorf Ströbeck


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