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Harzer Tourismustag 2019 - Teil 1

Fachtagung und Mitgliederversammlung

Goslar (htv). Der jährliche Harzer Tourismustag hat sich als Branchentreff der Touristiker aus der gesamten Region etabliert. In diesem Jahr beschäftigten sich die Teilnehmer mit den brandaktuellen Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit. Über 100 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft, aus Verbänden, Partnereinrichtungen und lokalen Tourismusorganisationen waren der Einladung des HTV nach Goslar gefolgt.

Nach einer fachkundigen Einführung von Prof. Dr. Wolfgang Strasdas vom Zentrum für Nachhaltigen Tourismus zeigten Maja Eidmann vom FLUX-Biohotel Werratal sowie Julia Thielecke und Marvin Freystein vom Familienunternehmen Brockenbauer Thielecke aus Tanne eindrucksvoll, wie der Nachhaltigkeitsgedanke in viele Unternehmensbereiche Einzug halten kann. Die Botschaft: Jeder kann und sollte einen Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft leisten. Doch für eine ausschließliche Prävention ist es leider bereits zu spät. In den letzten beiden Jahren musste der Harz schmerzlich erfahren, dass man den Auswirkungen des Klimawandels – den extremen Wettersituationen, den Stürmen, Hitzewellen oder Dürreperioden – nur bedingt etwas entgegen zu setzen hat. Die daraus resultierende aktuelle Waldsituation im Harz macht nicht nur den verantwortlichen Forstwirten und Waldbesitzern große Sorgen. Einheimische wie auch Touristen reagieren verstört auf den Anblick von Totholz und Kahlschlägen. Vor diesem Hintergrund hat der HTV wichtige Akteure und Partner zusammengerufen. Unter der INITIATIVE Der Wald ruft… verfolgt er seit kurzem eine umfassende Kommunikationsstrategie. Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HTV, stellte diese INITIATIVE und erste daraus resultierende Maßnahmen vor.

HTV - Mitgliederversammlung  - 30 Jahre länderübergreifende Zusammenarbeit im Harz
In der anschließenden Mitgliederversammlung des Harzer Tourismusverbandes am Nachmittag standen traditionsgemäß wichtige Beschlüsse an. Zuvor würdigte der Vorsitzende, Martin Skiebe jedoch die nunmehr 30 Jahre währende, länderübergreifende Zusammenarbeit der Tourismusakteure unter dem Dach des Harzer Tourismusverbandes. Viele vergleichbare Destinationen in Deutschland arbeiten noch heute intensiv an der Zusammenführung ihrer oft kleinteiligen Strukturen, etwas was dem Harztourismus dank des Weitblicks der in 1989/1990 verantwortlichen Akteure erspart geblieben ist. Viele Hürden, Unterschiede und Entwicklungsdiskrepanzen konnten zwischenzeitlich überwunden werden. Die Destination präsentiert sich homogen und einheitlich. Die Gäste haben sicher immer noch ihre Vorlieben für den Nord- oder Südharz, den Ober- oder Hochharz, aber immer seltener spielen die           Ost-/Westdiskussionen eine Rolle. Diese Errungenschaft mag für die meisten Harzer inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden sein, dennoch bot der 30jährige Jahrestag der Grenzöffnung durchaus Anlass genug, diesen Umstand noch einmal zu würdigen.

Im Verlauf der Mitgliederversammlung wurden durch die turnusmäßigen Beschlüsse zum Haushalts- und Stellenplan 2020 grundlegende Voraussetzungen für die Arbeit im kommenden Jahr geschaffen. Zudem fand eine Nachwahl in den Abteilungsvorstand Marketing statt. Nach einem personellen Wechsel in der Rosenstadt Sangerhausen Tourismus GmbH, wird diese im Abteilungsvorstand Marketing zukünftig vom neuen Geschäftsführer Matthias Grünberg, vertreten. Christian Klamt, neuer kaufmännischer Leiter der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), übernahm den Sitz von Matthias Wagener, Geschäftsführer der HSB. Neu in den Abteilungsvorstand Marketing für den Bereich Hotellerie/ sonstige am Tourismus beteiligte Unternehmen wurde Kerstin Nagy vom Hotel am Anger in Wernigerode bzw. vom DEHOGA Kreisverband Harz (Sachsen-Anhalt) gewählt.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand darüber hinaus der Rückblick auf die umfangreichen Maßnahmen und Projekte des Verbandes im abgelaufenen Geschäftsjahr. Neben den zahlreichen, regelmäßigen Marketingaktivitäten stand dabei die Digitalisierung weiter im Fokus der Arbeit.  Zum einen wurde inspirativer und hochwertiger Content in Form von Bild-, Text-, Audio- und Videoinhalten für die weitere touristische Vermarktung erstellt. Des Weiteren bereitete der Verband die Umstellung seiner digitalen Datenbank vor. Damit schafft er wichtige Voraussetzungen zur Nutzung der relevanten Daten für eigene Ausgabekanäle, aber auch für die der Mitglieder und Partner. Auch im Sinne der aktuellen Open-Data-Entwicklung wird der Harz so zukunftsfähig aufgestellt sein. Damit, wie auch mit der Realisierung eines umfangreichen Pilotprojektes zur Erstellung digitaler Multi-Media-Guides für touristische Einrichtungen, unterstützt der HTV maßgeblich seine Mitglieder und Partner in der Nutzung der modernen, digitalen Kommunikationskanäle.


Einen detaillierten Überblick über die Verbandsaktivitäten des Jahres 2019 gibt der heute ausgereichte HTV-Jahresrückblick 2019, zudem digital zu finden im Servicebereich der HTV-Webseite www.harzinfo.de.

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