© Karl-Hermann Rotte - KTV Bad Grund

Osterfeuer im Harz

Das strahlende Licht und die wärmende Glut sowie der mystische Anblick der „Fackelschwinger“ und die glücksbringenden „Schwarzmacher“ machen jedes Jahr wieder neugierig auf den Ursprung dieser Traditionen. Und wecken Interesse, um selbst einmal dabei zu sein.

Wenn bei Einbruch der Dunkelheit zu Ostern in vielen Harzorten die Meiler brennen, steht der Harz „in Flammen“.

Grundsätzlich diente der Brauch, ein Feuer zu entzünden, dem Vertreiben des Winters. Vermutlich glaubte man, der Feuerschein würde die keimende Saat vor bösen Geistern schützen. So galten die Feuer als Kulthandlung, um Fruchtbarkeit, Wachstum und Ernte zu sichern. In vielen Orten im Oberharz werden Osterfeuer seit mehreren hundert Jahren als möglichst kunstvoll gestaltete Meiler aufgeschichtet. In der Mitte eines Holzhaufens aus Zweigen und Ästen wird eine 16 bis 20 Meter hohe, bekronte Fichtenstange als Richtbaum aufgestellt. Trockene Heckenteile und Fichtenzweige werden zwischen Stützstreben geschichtet und so bildet sich ein imposanter Meiler von bis zu zwölf Metern Durchmesser. Obenauf wird er mit einer Lage grüner  Fichtenzweige abgedeckt. Bei beginnender Dunkelheit wird der Meiler von Innen entzündet, so  dass zunächst nur starke Rauchschwaden durch die Täler und über die Höhen des Harzes, bis die ersten Flammen durch die Zweige brechen.

Ehe das Osterfeuer lichterloh brennt, sorgen das traditionelle Fackelschwingen und Schwarzmachen für einen besonderen Zauber rund um den Meiler. Beim Schwingen der Osterfackeln werden brennende Holzfackeln durch kreisende Bewegungen der Arme über dem Kopf geschwungen. Die Flammenkreise, die die Fackelschwinger erzeugen, verstärken das mystische Bild der Harzer Berge. Beim „Schwarzmachen“ wird den Umstehenden mit vom Russ gefärbten Händen das Gesicht geschwärzt. Das soll Glück bringen und macht vor allem den jüngeren Besuchern viel Spaß. Rings um die Osterfeuer feiern Gäste und Einheimische gemeinsam ein stimmungsvolles Fest bis in die Nacht.

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