• 16,52 km lang
  • Rundweg
  • Schwierigkeit: leicht
  • Kondition: sehr leicht
  • Themenstraße
  • 4:30 h
  • 16,52 km
  • 266 m
  • 267 m
  • 221 m
  • 469 m
  • 248 m
Schöne Rundtour auf den Spuren der Geschichte des Klosters Michaelstein bei Blankenburg

Am Parkplatz des Klosters Michaelstein beginnt eine abwechslungsreiche Wanderung um das berühmte Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert. Dieser Rundweg berührt teilweise den Geologischen Wanderweg Blankenburg, der durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte führt. Entlang des Klostergrundbachs und der stillen Klosterteiche führt der Rundweg in die ausgedehnten Buchenwälder südlich von Blankenburg. Der Weg stößt auf eine Karstquelle und auf den höhlenartigen Kalksteinfelsen Volkmarskeller. Laut einer Legende soll hier im 9. Jahrhundert die Einsiedlerin Liutbirg gewohnt haben, neuere Forschungen vermuten Liutbirgs Aufenthalt jedoch eher im Kloster Wendhusen im heutigen Thale. Der Überlieferung nach wurde die Höhle im Berg als frühe Höhlenkirche genutzt. Fakt ist, dass es im frühen 12. Jahrhundert eine Eremitengemeinschaft auf dem sogenannten Michaelstein, wie die Karsthöhle ursprünglich benannt war, gegeben hat. Eben diese Eremitengemeinschaft wird von Äbtissin Beatrix II. von Quedlinburg 1139 in einer Urkunde erwähnt. Ende der 1140er Jahre begann der Bau desKlosters (Alt-Michaelstein) oberhalb der Höhle, aber schon ab 1161 erfolgte die Verlegung dieses Klosters an den heutigen Standort im Tal. Im Spätmittelalter diente der heutige Volkmarskeller dem Zisterzienserkloster noch als Wallfahrtort, möglicherweise entstand in diesem Zusammenhang auch die Namensgebung. Der lauschige Platz hat noch heute eine ganz besondere Ausstrahlung.Über die kleine Ansiedlung Eggeröder Brunnen führt der Weg durch schattigen Buchenwald über das Kloster Michaelstein an den ruhigen Mönchemühlenteich und auf ein Stück des Mühlenwanderwegs. Dort zweigt man ab zum sagenumwobenen etwas oberhalb des Wegs gelegenen Sandsteinfelsen Hans Mönch, der weitere „Mönchsbruder“ Henning Mönch befindet sich etwas weiter in Richtung Heimburg. Die einer Mönchsgestalt ähnlichen Silhouette und das nahegelegene Kloster inspirierten zu einer Sage, demnach es die vor einem Donnerwetter fliehenden Mönche waren, die sich trotz eines Verbotes nach dem Kloster umsahen und deswegen zu Steinsäulen verwandelt wurden. Bei den beiden „Mönchsbrüdern“ handelt es sich um verwitterte Sandsteinformationen, gebildet im Zuge des Oberkreidemeeres vor 84 Millionen Jahren. Praktischerweise meisselte man vor langer Zeit einen Teil des Sandsteins „Hans Mönch“ zu einem Sofa aus, die Aussicht von dort ist empfehlenswert. Die Gegend um den Großen Propstberg ist auch Teil des Geoparks Harz, der vom Harzverband e.V. betreut wird. Der Weg führt schließlich wieder über den Parkplatz zum Kloster Michaelstein, dessen faszinierender kultureller Dreiklang von Musikausstellung, mittelalterlicher Klosteranlage und Klostergärten sowie diverse Einkehrmöglichkeiten auf dem Klostergelände ein Besuch wert ist

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Weitere Infos / Links

Kloster Michaelstein

www.kloster-michaelstein.de   

April-Oktober tägl. 10-18 h, Nov. bis März Mi-So u Feiertage 11-16 h

Geopark Harz

www.harzregion.de 

Stempel der Harzer Wandernadel:

Kloster Michaelstein Klostergrund, Stempel HWN Nr. 59

Volkmarskeller, Stempel HWN Nr. 87

Musikscheune Kloster Michaelstein, Stempel Harzer Klosterwanderweg

Gastronomie

Hotel und Gasthaus Zum weißen Mönch www.weisser-moench.de

Hotel Zum Klosterfischer www.klosterfischer.de

Waldgaststätte „Am Mönchemühlenteich“ www.biergarten-moenchemuehle.de

ÖPNV

Bus 250 Wernigerode-Blankenburg-Thale (über Michaelstein), www.hvb-harz.de

Tourist- Information Blankenburg, Schnappelberg 6, Telefon 03944 362 26-0 www.blankenburg.de 

Unser Tipp

Ein Besuch des Klosters Michaelstein unbedingt einplanen: die herrlichen Klostergärten, ein mittelalterlicher Kreuzgang, die Musikmaschine des Salomon de Caus und die interaktive und spannende Ausstellung über die historischen Musikinstrumente!