Tanja Bobinac, Portal zur Geschichte | CC-BY-SA

Kloster Brunshausen 

Im Jahr 852 gründeten der sächsische Graf Liudolf und seine Frau Oda auf ihrem Herrensitz in Brunshausen das Gandersheimer Frauenstift. Wenige Jahrzehnte später verlagerte sich das geistliche Leben mit dem Bau der Stiftskirche nach Gandersheim. Brunshausen blieb jedoch ein bedeutender Ort der Stiftsgeschichte.


Im Laufe der Jahrhunderte entstanden auf dem Klosterhügel zunächst ein Benediktinerkloster und später ein Kloster der Benediktinerinnen. Im Barock ließ die Fürstäbtissin Elisabeth Ernestine Antonie das sogenannte Sommerschloss errichten, das als repräsentative Sommerresidenz sowie zur Unterbringung ihrer Kunst- und Naturaliensammlungen diente.


Heute lädt das „Portal zur Geschichte“ dazu ein, mehr als 1.000 Jahre Geschichte an authentischen Orten zu entdecken. Im Sommerschloss Brunshausen wird die Geschichte des Ortes von den Anfängen des Gandersheimer Frauenstifts bis in die Neuzeit anschaulich erzählt. Die Ausstellung „Barocke Sammelleidenschaft“ vermittelt dabei spannende Einblicke in die Sammelkultur der Fürstäbtissin Elisabeth Ernestine Antonie und die barocke Welt des Sommerschlosses.


Darüber hinaus widmet sich auch eine Ausstellung der Geschichte des KZ-Außenlagers Gandersheim, das 1944/45 im ehemaligen Kloster eingerichtet wurde. Sie beleuchtet die Schicksale der Häftlinge und die Rolle Brunshausens während der Zeit des Nationalsozialismus.


Brunshausen ist heute ein ruhiger Ausflugsort mit Ausstellungen, Führungen, Veranstaltungen und Cafés – ein Ort, an dem Geschichte in vielen Facetten erlebbar bleibt.
 

Tanja Bobinac, Portal zur Geschichte | CC-BY-SA

Kloster Brunshausen

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