© Bennet Doerge

Durch das Eckerloch zum Brocken

Auf einen Blick

  • Start: Nationalparkaus Schierke, 38879 Schierke
  • mittel
  • 10,66 km
  • 3 Std. 24 Min.
  • 1137 m
  • 639 m
  • Rundtour

Beste Jahreszeit

Aussichtsreiche Gipfel-Rundtour mit Einkehrmöglichkeit, sowie geologischen und botanischen Highlights.

Der Weg von Schierke durch das Eckerloch zum Brocken ist einer der traditionsreichsten und beliebtesten Wanderwege des Harzes.
Unsere Wanderung beginnt am Nationalparkhaus Schierke am westlichen Ortsausgang direkt an der Brockenstraße. Versäumen Sie
vor Ihrer Wanderung nicht, sich hier in der Ausstellung oder von den Nationalpark-Rangern über die Wege zum und das Wetter auf
dem Brocken informieren zu lassen.

Das Tourendashboard

Wetter

Weitere Informationen

Wegbeschreibung

Nachdem wir zunächst ein kurzes Stück auf der Brockenstraße gewandert sind, biegen wir nach dem Wasserwerk und der Überquerung
des Schwarzen Schluftwassers rechts ab und folgen der Ausschilderung „Brocken über Eckerloch“. Im Tal des Schwarzen Schluftwassers („Schluft“ von Schlucht) wird der Weg nun steiler und steiniger. Der Bach entspringt in einem Quellmoor am Südhang
des Brockens. Birken, Schwarzerlen und Weiden begleiten den Bachlauf und heben das Tälchen von den dunklen Fichtenwäldern
der Umgebung ab.

Bis zur Überquerung der Brockenbahn wandern wir durch Wälder, die einst vom Menschen angepflanzt und bis in die jüngere  Vergangenheit genutzt wurden. Schon vor über 2000 Jahren wurden im Harz die ersten Wälder gerodet, um Bergbau und Hütten mit Holz
und Holzkohle zu versorgen. Naturwälder konnten den steigenden Holzbedarf nicht mehr befriedigen und mussten daher Forsten weichen, die fast ausschließlich aus schnellwachsenden Fichten bestanden. Seit der Ausweisung des Nationalparks entstehen aus
diesen Wirtschaftswäldern nun wieder naturnahe Bergmischwälder. Laubbäume, wie Buche in den tieferen und Bergahorn oder Eberesche in den höheren Lagen, erobern ihre angestammten Plätze zurück. Mitunter ist hierzu die Starthilfe des Menschen in Form von
Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks erforderlich.

Nach der Überquerung der Brockenbahntrasse ist es nicht mehr weit bis zur Schutzhütte am Eckerloch. Vor dem steilen Aufstieg über den Eckerlochstieg empfiehlt es sich, hier eine Verschnaufpauseeinzulegen. Über z.T. große Steine führt der Weg nun durch einen naturgewachsenen Bergfichtenwald. Vom Menschen völlig unbeeinflusste Urwälder gibt es in Mitteleuropa nicht mehr. Es existieren aber wenige Reste noch sehr naturnaher Wälder, zu denen der 1000 ha große Wald an den oberen Hängen des Brockens gehört. Das raue Klima, die geringe Wuchsleistung der Bäume und die schwere Zugänglichkeit verschonten diesen Wald weitgehend von Axt und Säge. Verwunschen wirkt dieser Wald, in dem Fichten aller Altersstufen zwischen moos- und flechtenbewachsenen Felsen ihren Platz gefunden haben. Totes Holz bietet Lebensraum für Pilze, Insekten und Tiere. Farne und Gräser bestimmen das Bild der Bodenflora.

Nachdem wir die Brockenstraße erreicht haben, auf die wir links einbiegen, wird der Wald lichter, bis sich nur noch wenige bizarre Baumgestalten gegen den immer stärker werdenden Wind stemmen. Bei ca. 1.100 m ü. NHN erreichen wir die Waldgrenze am Brocken.
Sie ist als nördlichste natürliche Waldgrenze in Zentraleuropa besonders wertvoll für den Naturschutz. Als windreichster Berg Deutschlands zeichnet sich der Brocken durch ein besonders raues Klima aus. Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei 1.600 mm/
Jahr und die Jahresmitteltemperatur beträgt ca. 4 °C. Aufgrund dieses außergewöhnlichen Klimas hat der Brocken als einzige Erhebung der deutschen Mittelgebirge eine waldfreie Kuppe. Eine zwergstrauch- und grasreiche Bergheide breitet sich hier aus.

Oben angekommen empfehlen wir Ihnen den Besuch des Brockenhauses, das als Nationalparkhaus täglich geöffnet hat. Mit seinen
zahlreichen Präsentationen gibt es Auskunft über den Nationalpark Harz, Flora, Fauna und Geologie, aber auch über die wechselhafte
Geschichte des Berges. Weitere Informationen zur Brockenkuppe können Sie außerdem im Faltblatt „Der Brocken im Nationalpark
Harz“ nachlesen.

Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke. Alternativ zum Eckerlochstieg ist auch der ca. zwei Kilometer längere aber einfachere
Abstieg über die Brockenstraße bis zum Mönchsstein und von da aus über „Alte Bobbahn“ und „Neuen Weg“ zurück nach Schierke
möglich. Auf dieser Strecke ist ein kurzer Abstecher vom Weg auf den Urwaldstieg hinein in den Brockenurwald zu empfehlen.

Insgesamt überwinden Sie bei dieser Wanderung auf teilweise steilen und stein- und wurzelreichen Wegen einen Anstieg von ca. 500 Höhenmetern. Gutes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich.

Weitere Informationen

Nationalparkhaus Schierke
Tel. 03 94 55 / 4 77, www.nationalpark-harz.de

Brockenhaus, Tel. 03 94 55 / 5 00 05,
www.nationalpark-brockenhaus.de

Tourist-Information Schierke am Brocken
Tel. 03 94 55 / 86 80, www.schierke-am-brocken.de

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