2. Kiepenfrau

Auf einen Blick

  • Osterode am Harz
Anni:Schau mal, eine Harz-Hexe! [begeistert]
Paul:Nein, das ist keine Harz-Hexe. Das ist eine Kiepenfrau.
Anni: Na, aber die hat doch Kopftuch und Kittel an… Und sieht auch so runzelig aus!
Paul: Das ist Arbeitskleidung… Denn bis zum 20. Jahrhundert waren diese Kiepenfrauen dafür zuständig, Lebensmittel und andere wichtige Waren in den Oberharz zu transportieren. Besonders im Winter waren sie auch die einzige Informationsquelle zwischen den Orten, die oft wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten waren.
Anni: Und alles auf diesen furchtbar steilen Wegen hier?
Paul: Ja genau! Bei Wind und Wetter waren sie oft stundenlang unterwegs. Siehst du die Kiepe, also diesen Weidenkorb rechts neben der Frau?
Anni: Ja natürlich!
Paul: Geh doch mal hin und heb den Korb mal an!
Anni: Mach ich – kann ja so schwer nicht sein! ……… Uff!!! Okay… Der rührt sich ja keinen Zentimeter!
Paul: Der Rucksack auf deinem Rücken wiegt ungefähr 12 Kilo. Selbst da stöhnst du schon. Die Kiepenfrauen haben meist über 40 Kilo transportiert.
Anni: A… aber?! Wieso? Warum haben sie das gemacht?
Paul: Weil sie keine andere Wahl hatten. Ihre Männer waren im Bergbau oder als Waldarbeiter tätig und sie mussten zwingend etwas dazuverdienen. Außerdem gab es so gut wie keine Verbindungswege, die mit Fuhrwerken benutzt werden konnten. Außerdem konnte sich auch nicht jeder ein Pferd oder einen Esel leisten.
Anni: Das erschreckt mich… Falls ich jemals wieder über meinen Rucksack meckern sollte, halt mich davon ab.
Paul: [lacht] Okay, das werde ich!



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37520 Osterode am Harz


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